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Friday, December 7, 2018

Management Interview

Christian Daudert

CEO der STARAMBA SE
CEO der STARAMBA SE
STARAMBA SE

STARAMBA SE: „Die Stars sind unser Erfolgsgeheimnis“

Die STARAMBA SE hat den Verkauf der hauseigenen Kryptowährung STARAMBA.Token (STT) erfolgreich abgeschlossen. „Die STARAMBA.Token sind ein wesentlicher Baustein unseres wichtigsten Zukunftsprojekts STARAMBA.spaces/MATERIA.ONE“, erläutert Christian Daudert, Vorsitzender des Verwaltungsrats und Geschäftsführender Direktor der STARAMBA SE, im Gespräch mit Financial.de. Die Begrenzung auf 1,2 Mrd. Token soll den STT, der an der Dobitrade Exchange gehandelt wird, wertstabil halten. „Das Produkt MATERIA.ONE hat den großen Vorteil, dass es unendlich skalierbar ist“, so Daudert. Mit den Erlösen aus dem Token-Sale will STARAMBA „mehr Stars als 3D-Avatare in die VR-Welten bringen und schneller die Userzahlen generieren, die unser VR-Produkt profitabel machen.“

Herr Daudert, STARAMBA hat den Verkauf der hauseigenen Kryptowährung STARAMBA.Token (STT) erfolgreich abgeschlossen. Nachdem bereits Mitte Juni die Pre-Sale-Phase mit dem Verkauf von 100 Millionen Token binnen zweier Tage sehr erfolgreich war, wurden nun im Public-Sale weitere 290 Millionen der angebotenen Token verkauft. Wozu dienen diese Token?

Christian Daudert: Die STARAMBA.Token sind ein wesentlicher Baustein unseres wichtigsten Zukunftsprojekts STARAMBA.spaces/MATERIA.ONE. Die dem Token zugrunde liegende Blockchain-Lösung führt die Lizenzgebühr, die wir beim Verkauf eines Lizenzproduktes an einen Fußballclub abführen, automatisch ab. Das erspart uns die aufwändige Lizenzabrechnung, und der Lizenzgeber erhält seine Umsatzbeteiligung real-time. Darüber hinaus können sich die User in unserer VR-Welt damit untereinander bezahlen und Marken können die STARAMBA.Token für Werbeaktionen in der Virtuellen Welt erwerben.

Die restlichen 160 Millionen STARAMBA.Token aus dem Token Sale verbleiben beim Unternehmen und können fortan im STARAMBA-Webshop für Kurse ab 0,25 US-Dollar (USD) aufwärts je STT erworben werden. Warum sollten Interessenten diesen deutlichen Preisaufschlag zum bisherigen Ausgabepreis zahlen, der im Durchschnitt bei wenigerals 0,06 USD je STT lag?

Christian Daudert: Das ist das Typische an einem ICO: Die ersten Geldgeber bekommen einen hohen Discount auf ihre Investition. Wer daran nicht teilgenommen hat, um zu warten, ob wir überhaupt starten, der zahlt jetzt einen höheren Preis. Aber auch die 0,25 USD je STT sind noch günstig. In unserem Whitepaper kann man ja nachlesen, dass wir den STARAMBA.Token als sogenannten Stable
Coin in einer Preisspanne von 1,00 bis 1,40 USD etablieren wollen.

Bereits seit Ende November 2018 wird der STT an der Dobitrade Exchange (www.dobitrade.com), einer der weltweit größten globalen Kryptowährungs-Handelsplattformen, gehandelt. Wie kommt der Kurs dort zustande? Wie liquide ist der Handel?

Christian Daudert: Der STT-Kurs an der Dobitrade kommt wie bei einer Aktie durch Angebot und Nachfrage der Marktteilnehmer zustande. Wir beobachten aktuell steigende Umsätze im Token, gehen aber davon aus, dass der liquide Handel erst in einigen Monaten gut belastbar ist. So dient diese Phase zunächst der Etablierung des STARAMBA.Tokens in einer neuen Welt.  Neben der Tauschmöglichkeit gegen Bitcoin werden wir noch weitere Währungspaare einführen.

Auf der Internetseite von Dobitrade ist ein Kurs von umgerechnet ca. 0,38 USD je Token zu erkennen. Wie kommt dieser Kurs zustande und wie viele Token kann ich zu diesem Kurs verkaufen?

Christian Daudert: Der Kurs, der auf Dobitrade zu sehen ist, stellt den Mittelkurs zwischen Geld- und Briefseite dar. Über und unter diesem Kurs finden Marktteilnehmer die Angebote und Nachfragen in Bitcoin ausgedrückt. Die Tokenmengen dazu stehen direkt daneben.

Wie errechnet sich die von Ihnen in den Raum gestellten Marktkapitalisierung des STARAMBA.Tokens von über 250 Mio. USD?

Christian Daudert: Die Marktkapitalisierung wird aus der Anzahl der Token und deren Preis ermittelt. Dies stellt dann die Geldmenge dar, mit der wir agieren können. Auf der anderen Seite halten wir unsere eigene Volkswirtschaft bereit – die STARAMBA.spaces. Beides sollte immer wieder in Einklang gebracht werden, deshalb versprechen wir im Whitepaper zum STARAMBA.Token auch ein aktives Währungsmanagement.
‍„Die Geldmenge ist auf maximal 1,2 Mrd. Token begrenzt. Das
macht den STT über die Zeit wertstabil und für die Token-Besitzer
vertrauenswürdig“, ist STARAMBA-CEO Christian Daudert überzeugt.

Wie sieht dieses aktive Währungsmanagement aus?

Christian Daudert: Wir agieren dabei ähnlich wie die Zentralbanken. Wenn der Kurs des STT über die angepeilte Range von 1,00 bis 1,40 USD springt, geben wir mehr Token auf den Markt. Sollte der Tokenpreis unter 1 USD fallen, behalten wir die eingenommenen STT ein und kaufen sogar noch selbst am Markt auf.

Insgesamt gibt es 1,2 Mrd. STT, von denen STARAMBA aktuell noch 810 Millionen hält. Ist dies korrekt? Wird STARAMBA einen Teil dieser Token auf Dobitrade Exchange verkaufen?

Christian Daudert: Von den 1,2 Mrd. Token sind 200 Mio. als Reserve eingeplant, so dass wir aktuell
etwa 600 Mio. der 1 Mrd. STARAMBA.Token halten. Wir verkaufen auf Dobitrade keine Token. Dies geschieht einzig über den STARAMBA-Webshop und adressiert auch User der VR-Plattform STARAMBA.spaces, die nicht über ein Kryptowährungswallet verfügen bzw. sich keines zulegen möchten.

Sollen in Zukunft weitere Token geschaffen werden oder ist die Zahl von 1,2 Mrd. Token final?

Christian Daudert: Die Geldmenge ist auf maximal 1,2 Mrd. Token begrenzt. Das macht den STT über die Zeit wertstabil und für die Token-Besitzer vertrauenswürdig.

Die Gesamteinnahmen aus den beiden Verkaufsphasen betragen über 18 Mio. Euro. Wie setzen Sie diese Gelder ein?

Christian Daudert: Wir haben im Whitepaper die Verwendung beschrieben. Im Grunde betrifft es unser komplettes Business – die STARAMBA.spaces werden schneller und größer gebaut, wir werden mehr Stars als 3D-Avatare in die VR-Welten bringen und wir werden schneller die Userzahlen generieren können, die unser VR-Produkt profitabel machen.

Wie ist es damit generell um die finanzielle Leistungsfähigkeit von STARAMBA bestellt? Wie lange ist die weitere Finanzierung der Gesellschaft gesichert?

Christian Daudert: Wir haben für den Start der STARAMBA.spaces ganz bewusst den Token Sale und die Verkäufe der Virtual Real Estates gewählt. Damit können wir sofort Umsätze in einer Business Unit generieren, die sonst erst später zum Erfolg des Unternehmens hätte beitragen können. Es wird nun davon abhängen, wann und in welchem Umfang wir Anschlussumsätze zu den Spaces generieren können. Dauert dies länger als erwartet, haben wir die Möglichkeit, auf verschiedene Finanzierungsoptionen zurückzugreifen. Entsprechende Angebote liegen uns bereits vor.

Kommen wir zurück auf die STARAMBA.spaces. Diese sollen in wenigen Tagen unter dem Namen „MATERIA.ONE VIP Showcase“ an den Start gehen. Was steckt hinter der Umbenennung?

Christian Daudert: An diesem Beispiel erkennt man, dass wir 2018 deutlich mehr Qualität ins Unternehmen bekommen haben. Dazu gehören Marketing-Strategen, die eine komplette Markenwelt entworfen haben und auch an die nächste Generation der VR-Produkte denken. So ist der Name MATERIA.ONE weltweit noch besser einsetzbar, von der Bedeutung her passender zu den VR-Produktmöglichkeiten und er lässt Raum für Skalierung.
‍Die STARAMBA.spaces sollen in wenigen Tagen unter dem Namen
„MATERIA.ONE VIP Showcase“ an den Start gehen: „MATERIA.ONE bietet allen Menschen weltweit die Möglichkeit, sich jederzeit zu treffen und auch seine Stars virtuell zu treffen.“

Welche Ziele verfolgen Sie mit MATERIA.ONE und welche großen Partner sind vom Start weg dabei?

Christian Daudert: MATERIA.ONE bietet allen Menschen weltweit
die Möglichkeit, sich jederzeit zu treffen und auch seine Stars virtuell zu treffen.
Dabei geht es im Kern immer darum, sich auszutauschen und spannende Dinge zu
erleben. Interaktion und das Feedback darauf sind die Schlüssel zum Erfolg in
der VR-Welt. Und so wundert es nicht, dass der FC Bayern München als modern
organisierter Fußballclub sofort die Chance erkannt hat, die FC Bayern-Welt durch
die Nutzung der VR-Technologie in die ganze Welt zu tragen.

Setzen Sie 2019 voll auf MATERIA.ONE oder treiben Sie auch die weiteren Aktivitäten wie z. B. den Verkauf von 3D-Daten und 3D-Scannern voran?

Christian Daudert: Das Produkt MATERIA.ONE hat den großen Vorteil, dass es unendlich skalierbar ist. Unsere 3D-Scan-Expertise bildet hierfür die Grundlage und schafft auch den USP, denn konkurrierende Unternehmen haben die Stars nicht an Bord. Unsere Spekulation ist, dass die User am Ende dahin gehen werden, wo die Stars sind. Das war in Social Networks schon immer das Erfolgsgeheimnis. Und deshalb scannen wir weiterhin, wen wir vor die Linse bekommen.

Was sagen Ihre Investoren zu den jüngsten Turbulenzen, die den Aktienkurs deutlich unter Druck gebracht haben? Spüren Sie noch deren Vertrauen?

Christian Daudert: Unsere strategischen Investoren beschäftigen sich vielmehr mit unseren Technologien und Produkten. Sie kennen den wahren Wert der Mitarbeiter und der Technologien, die wir entwickelt haben. Deswegen bieten wir immer wieder an, uns in Berlin zu besuchen. Damit jeder Aktionär sich ein eigenes Bild von STARAMBA und der Leistungsfähigkeit der Spaces machen kann und nicht glauben muss, was von manchen Außenstehenden geschrieben wird. Das Vertrauen dieser Aktionäre und Investoren ist für uns Ansporn, die Gesellschaft in eine neue Dimension zu führen.

Herr Daudert, vielen Dank für das Interview.

Haftungsausschluss/Disclaimer: Das Interview wurde von financial.de im Auftrag und auf Veranlassung des Kunden geführt. Es dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die darin getroffenen Aussagen spiegeln die Meinung des Interviewten wider, die nicht notwendigerweise der Meinung der Redaktion entspricht. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen sowie für Vermögensschäden wird daher keinerlei Haftung übernommen.